Stadtteil Anderten

In Anderten spielt Wasser eine große Rolle

Wer auf der Suche nach Ruhe, Erholung und vielen Möglichkeiten der Freizeit-Gestaltung direkt am Wasser ist, der könnte in Anderten genau an der richtigen Stelle sein. Denn: Wasser gibt es im äußersten mittleren Osten der Stadt Hannover nicht zuletzt durch den Mittellandkanal und viele Quellen genug.

Viel Geschichte – eine Schleuse – Bier und Wäscher

Die angesprochenen Quellen hatten im späten Mittelalter zur Folge, dass die freien Bauern im damaligen Dorf Anderten, die das Braurecht besaßen, immer reihum Bier brauten. 1727 besorgten sich die Bauern die Genehmigung zum Bau eines gemeinsamen Brauhauses und bauten das über zwei Quellen, die viel Wasser führten. Nach Streitigkeiten innerhalb des Betriebes, einem Wechsel und den Folgen des Krieges wurde 1955 der Betrieb endgültig verkauft. Auf Wasser angewiesen waren auch die bekannten Anderter Wäscher. Die wuschen unter anderem die Wäsche der Bürger Hannovers – und das bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Im Königreich Hannover sollen sogar die herrschenden Welfen zu den Kunden der Wäscher gezählt haben.

Leben, Kultur und Freizeit

Vielfältig ist auch das Angebot, das die verschiedenen Vereine und Institutionen anbieten. Wer sich gerne engagieren möchte, kann das unter anderem in der Ortsfeuerwehr, der Schützengesellschaft, die jährlich ein Volks- und Schützenfest ausrichtet, oder bei den Hannover Stampeders, einem American Football Club, tun. Sehen lassen kann sich außerdem die Tatsache, dass mit Grundschule, Oberschule oder Hallenbad diverse Einrichtungen vorhanden sind, die Anderten in Sachen Attraktivität deutlich aufwerten.

 

Die Anderter sind sehr zufrieden mit ihrem Stadtteil

Nach einer langen und bewegten Vergangenheit lässt sich mittlerweile festhalten, dass die Zufriedenheit im Stadtteil ausgesprochen groß ist. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung hat im vergangenen Jahr über die Zufriedenheit und das Sicherheitsgefühl der Bewohner in den verschiedenen Stadtteilen berichtet. Herausgekommen ist dabei, dass 74 Prozent der in Anderten lebenden Menschen sich sehr sicher oder eher sicher fühlen. Noch mehr Bewohner leben sehr gern oder gern in Anderten – nämlich satte 89 Prozent. Trotz der mehr als zwölf Kilometer, die es ins Stadtzentrum sind, hat Anderten einiges zu bieten und punktet vor allem mit viel Natur und damit verbundenen Möglichkeiten der Naherholung. Hauptsächlich an der besagten Schleuse fahren die Anderter gerne Fahrrad, gehen spazieren oder joggen.

Wie gut es sich in Anderten mit seinen rund 7800 Einwohnern – der Stadtbezirk Misburg-Anderten bringt es auf 33000 Bewohner und ist damit einer der kleinsten ganz Hannovers – leben lässt, können auch die an der Ostergrube ansässigen Mitglieder und Mieter der Wohnungsgenossenschaft Heimkehr bestätigen.

Der TSV Anderten setzt auf ein breites Angebot

Ein echtes Anderter Aushängeschild ist der TSV Anderten. Der verfügt mittlerweile über rund 1800 Mitglieder und hat sich nicht nur zu einem äußerst modernen Sportverein entwickelt, sondern steht auch für soziales Engagement. In den neun Abteilungen besteht die Möglichkeit, sich in allen Altersklassen und vom Breiten- bis zum Leistungssport zu betätigen. Für überregionale Positiv-Schlagzeilen sorgen die Handballer, die als HSV Hannover in der Dritten Liga aktiv sind und vor einigen Jahren sogar in Liga zwei mitmischten.

 

Ein Wahrzeichen, dass verbindet

 Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, beschloss man im Kaiserreich den Bau des früheren Ems-Weser-Kanals, der heute Mittellandkanal heißt. Die jetzige, längste künstliche Wasserstraße in Deutschland kreuzt Anderten – und 1919 begann hier der Bau des Anderter Wahrzeichens: Dereinst größten Binnenschleuse Europas. Die Eröffnung stand im Juni 1928 durch den damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, der gleichzeitig auch als Namensgeber fungierte, auf dem Programm. Die jetzige Schleuse Anderten wird im Volksmund nach wie vor als Hindenburgschleuse bezeichnet.

Die erste urkundliche Erwähnung fand bereits 985 im Rahmen einer Gebietsregulierung zwischen den Diözesen Minden und Hildesheim statt. 1600 setzte sich Anderten aus zirka 60 Höfen zusammen, die aber bis 1661 durch zahlreiche Brände fast durchweg zerstört wurden. Ein wichtiger Teil der stetigen Entwicklung in den folgenden Jahrhunderten war sicherlich auch die Anbindung an das Eisenbahnnetz und der Bau des örtlichen Bahnhofs 1906.

 

 

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