Stadtteil Südstadt

Kurze Wege, junge Familien und ein Naherholungsgebiet

Südstadt – das klingt irgendwie nach Sommer, Sonne, mediterranen Eindrücken und der Gelegenheit, einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Tatsächlich ist das in einem der bevölkerungsreichsten Stadtteile Hannovers – die Südstadt liegt hier mit rund 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern knapp hinter der List – nicht ausgeschlossen.

Erholung und Entspannung sind hauptsächlich am Maschsee möglich. Der ist ein beliebtes Ausflugsziel sowohl für die Hannoveranerinnen und Hannoveraner als auch für die Menschen aus dem nahen Umland und erinnert an heißen Sommertagen ein bisschen an die oberitalienischen Seen. Der knapp sechs Kilometer lange Rundweg ist stets fest in der Hand von Radfahrerinnen und Radfahrern, Inline-Skaterinnen und Inline-Skatern, Joggerinnen und Joggern sowie Spaziergängerinnen und Spaziergängern. Auch Wassersport-Fans kommen voll auf ihre Kosten, schließlich existieren Paddel- und Kanuvereine, eine Segel- und Yachtschule sowie ein jährlich stattfindendes Drachenbootrennen.

Besucher-Magnet Maschseefest

Einer der wichtigsten Punkte im Hannoveraner Veranstaltungskalender ist das Maschseefest. Das findet jedes Jahr knapp drei Wochen im Sommer statt – und lockt jeweils rund zwei Millionen Besucherinnen und Besucher an. Die dürfen sich über ein tolles Programm rund um den See freuen. Dazu gehören neben kulinarischen Aspekten auch Live-Musik, Kunst und diverse Aktionen für Kinder.

 

Maschsee: Viel Wasser und ein großes Fest

Wer es stattdessen lieber gemütlich mag, kann auch eine Rundfahrt mit einem Mitglied der Maschseeflotte machen und den rund 0,8 Quadratkilometer großen See so vom Wasser aus erkunden oder die Sonne im Maschseestrandbad am Südufer genießen. Zum Verweilen laden die verschiedenen Restaurants und Cafés rund um den See ein. Was viele gar nicht wissen: Der Maschsee ist ein Kunstprodukt, das zwischen 1934 und 1936 in der Leinemasch entstand. Atemberaubend ist – je nach Standpunkt – auch der Ausblick, der sich vom Maschsee aus bietet.

In unmittelbarer Nähe befindet sich mit dem Neuen Rathaus, das allerdings nicht zur Südstadt gehört, eine weitere Anlaufstelle für Touristinnen und Touristen. Ein wahrer Magnet ist auch das Maschseefest, das jeweils im Sommer knapp drei Wochen lang die Besucherinnen und Besucher in Massen anzieht.

Viele Hundert Jahre Geschichte

Wohnen hat in der Südstadt übrigens eine lange Tradition. Die erste Besiedlung gab es bereits um das Jahr 1600 durch die sogenannten Gartenleute beziehungsweise Gartenkosaken. Die hatten Wohnrechte erworben und ließen sich außerhalb des Aegidientors nieder – also in einem Bereich, der sich nicht mehr innerhalb der städtischen Befestigung befand -, wo sie vorwiegend Gartenbau betrieben. 1859 folgte auf Wunsch des städtischen Magistrats die Eingemeindung nach Hannover. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bürgerte sich dann zunehmend der Begriff Südstadt ein, der 1911 durch Helmut Jacob in „Die Südstadt von Hannover“ erstmals von offizieller Seite aus verwendet wurde. Große Teile der heutigen Südstadt entstanden Ende der 1920er- und Anfang der 1930er-Jahre durch den Bau von Siedlungen für Familien.

 

 

Perfekte Wohngegend und kurze Wege

Aber nicht nur als innerstädtisches Naherholungsgebiet ist die Südstadt äußerst beliebt. Galt der Stadtteil hauptsächlich in den 1980er-Jahren wegen einer fortschreitenden Überalterung als „Beamten-Witwen-Viertel“, hat sich das in der jüngeren Vergangenheit deutlich geändert. Aufgrund der Nähe zur Innenstadt, einer guten Wohnstruktur und perfekter Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel – drei Buslinien, sieben Stadtbahnlinien und ein S-Bahn-Anschluss sind vorhanden – sowie einem großen Angebot an Einkaufsmöglichkeiten wohnen in der Südstadt nunmehr viele junge Leute beziehungsweise junge Familien. Die schätzen zudem die zahlreichen Schulen (unter anderem fünf Gymnasien und Bildungseinrichtungen mit besonderen pädagogischen Profilen) und die vielen Kindergärten.

Entsprechend hoch ist allerdings das Verkehrsaufkommen auf den großen Achsen, der Hildesheimer Straße und der Marienstraße, und die Suche nach einem Parkplatz gestaltet sich manchmal schwierig. Prägend sind die Klinkerbauten, von denen sich viele im Besitz der Heimkehr befinden – und das teilweise bereits seit mehr als 100 Jahren. Die Bandbreite rund um Geibel-, Jordan-, Heinrich-Heine-Straße und Altenbekener Damm, um nur einige Straßenzüge zu nennen, reicht von vollständig sanierten Objekten bis hin zu denkmalgeschützten Gebäuden. Auch die Zentrale der Heimkehr befindet sich direkt im Herzen des Stadtteils an der Hildesheimer Straße.

 

Kulturelle Vielfalt – zahlreiche Vereine

Heutzutage hat sich die Südstadt nicht zuletzt aufgrund ihrer ausgeprägten kulturellen Szene einen Namen gemacht. In der Eisfabrik finden genauso regelmäßige und abwechslungsreiche Ausstellungen statt wie im Sofaloft. Zudem bestehen in zwei der größten Sportvereine der Stadt, dem Turn-Klubb zu Hannover (TKH) und dem VfL Eintracht Hannover, vielfältige Optionen, sich sportlich zu betätigen. Abgerundet wird das Angebot durch das Niedersächsische Landesmuseum und das Sprengelmuseum, das Kulturbüro und eine Vielzahl von Kirchen, was deutlich macht: Die Südstadt ist attraktiv und beliebt.

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