Stadtteil Wettbergen

Wettbergen: Verkehrsknotenpunkt in Hannovers Südwesten

Ganz am äußeren südwestlichen Ende Hannovers liegt Wettbergen. Und für die rund 13.000 Einwohner ist klar: Überhaupt keine Gedanken müssen sie sich über die verkehrstechnische Anbindung machen. Die Bundesstraße 217, die nach Hameln führt, kreuzt Wettbergen, die Bundesstraße 3 grenzt an den Hannoveraner Stadtteil, die Bundesstraße 65 liegt nördlich von Wettbergen. Darüber hinaus ist Wettbergen seit 1999 der Endpunkt für die Stadtbahnlinien 3 und 7.

Trennung zwischen Neuem und Altem sowie reges Vereinsleben

Wie bereits beschrieben, kreuzt die Bundesstraße 217, die Hamelner Chaussee, Wettbergen – und trennt dabei den historischen Kern des einstigen Dorfes, der nach wie vor eine eher dörflich geprägte Struktur aufweist, vom Neubaugebiet Wettbergen-West. Ursprünglich war dieser Bereich einst als Erweiterung von Mühlenberg vorgesehen. Hier bestand allerdings kein Bedarf mehr, weshalb das Gebiet zu Wettbergen kam und wo in den Achtziger- und Neunzigerjahren zahlreiche Einfamilienhäuser und Reihenhäuser entstanden. Auch die Wohnungsgenossenschaft Heimkehr verfügt über mehrere Gebäude an der Konradstraße und der Wilhelmstraße in Wettbergen. Die befinden sich jedoch im alten Kern des Ortes. Äußerst aktiv sind im Stadtteil, der gemeinsam mit Bornum, Ricklingen, Mühlenberg und Oberricklingen den Hannoveraner Stadtbezirk Ricklingen bildet, zahlreiche Vereine. Von einer Kulturgemeinschaft über Gartenfreunde bis hin zu den Schützen ist in Wettbergen alles vertreten. Besonders erwähnenswert sind die Freiwillige Feuerwehr und die Turn- und Sportgemeinschaft (TuS) Wettbergen. Die Wehr wurde 1881 durch 20 Handwerker und Landwirte gegründet und zeichnet im Fachgruppenkonzept der Hannoveraner Feuerwehr für den ABC-Schutz verantwortlich. Einige Jahre jünger ist die TuS Wettbergen, die 1909 als Turnverein Jahn Wettbergen ins Leben gerufen wurde und sich 1945 nach dem Zweiten Weltkrieg als TuS neu aufstellte. Heutzutage umfasst das sportliche Angebot unter anderem Handball, Fußball, Basketball, Tennis, Badminton, Gymnastik, Gesundheitssport und Leichtathletik.

Von Wetberga zu Wettbergen – fast 1000 Jahre Geschichte

Die Historie Wettbergens geht bis in das Jahr 1055 zurück. Da nämlich tauchte der Begriff Wetberga in einer Urkunde auf, die von Bischof Egilbert von Minden stammte. Der Name des Ortes geht wahrscheinlich auf das Wort hvat zurück, was im Altsächsischen scharf bedeutet und eine Siedlung an einem scharfen beziehungsweise steilen Hang meint. Im Detail handelt es sich bei diesem Hang um den Tönniesberg, Wetberga befand sich oberhalb der einstigen Heerstraße von Hameln Richtung Hannover. Ab 1220 traten dann die Ritter von Wettbergen in Erscheinung, die in Urkunden aus dem Mittelalter erwähnt werden, in der Mitte des 14. Jahrhunderts den Großteil ihres Besitzes in Wettbergen an die Ritter von Alten veräußerten. Das bäuerliche Leben in Wettbergen begann so richtig aber erst im 15. Jahrhundert. Ab 1430 sind im Dorf einige Vollmeier, Halbmeier sowie Kötner nachgewiesen, die Kirche wurde 1447 erstmals urkundlich erwähnt. Im 16. Jahrhundert folgte die zweimalige Zerstörung Wettbergens, im 17. Jahrhundert kam dann der Dreißigjährige Krieg auch in die Region. 1625 versuchte Rittmeister Jobst Asche von Wettbergen ohne Erfolg, die Burg Calenberg zu verteidigen, als der kaiserliche Feldherr Tilly diese angriff. Als Jobst Asche 1644 starb, bedeutete das auch das Ende der Ritter von Wettbergen. Wie in einem Dorf der damaligen Zeit üblich, stand in Wettbergen vor allem der bäuerliche Rhythmus im Fokus. Im 19. Jahrhundert sorgte die Industrialisierung, vor allem in Linden, für eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur. Wettbergen wurde so gewissermaßen früh zu einem Vorort, schließlich lebten hier viele Menschen, die in Linden beziehungsweise in Hannover arbeiteten – und das noch vor dem 1. März 1974, als das frühere Dorf endgültig Teil der niedersächsischen Landeshauptstadt wurde.

Die Johannes-der-Täufer-Kirch

Im alten Dorfkern Wettbergens wurde bereits 1477 erstmals eine Kirche erwähnt – und zwar eine, die Johannes dem Täufer gewidmet war. Aber: Das Gotteshaus brannte 1580 ab und wurde wahrscheinlich erst Ende des 17. Jahrhunderts beziehungsweise Anfang des 18. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Darauf könnten die Datierungen 1697 und 1702 hinweisen, die sich auf Wappensteinen oberhalb der Westtür befinden. Ebenfalls dort zu erkennen ist das Wappen der einflussreichen und aus Hannover stammenden Patrizier- und Kaufmannsfamilie Volger. Die besaß das Patronat der Kirche 444 Jahre lang – bis 1968. Neben der Kirche, die aus Bruchsteinen mit Eckquadern und starken Stützpfeilern besteht, befindet sich das Pfarrhaus. Ebenfalls angrenzend: die einstige Pfarrscheune.

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